Die Jugendherberge selbst war ein älteres, aber gut modernisiertes Gebäude. Besonders das Frühstücksbuffet blieb uns in guter Erinnerung: Jeden Morgen gab es frische Brötchen, Müsli und eine große Auswahl an Aufschnitten – die perfekte Grundlage für unsere anstehenden Tage.
Den Rest des ersten Tages ließen wir entspannt ausklingen.
Tag 2: Weimars Geschichte und die pralle Sonne erleben
Unser zweiter Tag begann mit einem Besuch im Weimar-Haus, wo uns die Geschichte der Stadt auf eine sehr unterhaltsame und oft reißerische Art nähergebracht wurde. Nach dieser Einführung in Weimars Vergangenheit ging es für uns auf eine Stadtrallye. In kleinen Gruppen erkundeten wir die Altstadt, lösten Aufgaben und lernten dabei die faszinierende Architektur und die Geschichten hinter den vielen Denkmälern kennen.
Der Tag war jedoch unerträglich heiß, was die Stadtrallye zu einer echten Herausforderung machte. Trotz der Hitze bewältigten wir sie erfolgreich und hatten am Ende nicht nur eine Menge gelernt, sondern zur Belohnung Eis bekommen. Abends im Schulkino „Mon Ami“ sahen wir den Film „Die Welle“, der uns zum Nachdenken anregte.
Tag 3: Freizeit und die Gedenkstätte Buchenwald
Der dritte Tag bot uns mehr Freiheit, um Weimar auf eigene Faust zu erkunden. Viele nutzten die Zeit, um durch die kleinen Läden der Stadt zu schlendern oder Spiele zu spielen.
Doch der Nachmittag brachte einen deutlich ernsteren Programmpunkt: Wir besuchten die Gedenkstätte Buchenwald, eines der größten ehemaligen Konzentrationslager auf deutschem Boden. Die bedrückende Atmosphäre und die erschütternden Schicksale, mit denen wir dort konfrontiert wurden, hinterließen einen bleibenden Eindruck. Es war eine wichtige und zugleich emotionale Erfahrung, die uns nachdenklich stimmte.
Tag 4: Ein Projekttag rund um Bücher
Am vierten Tag stand die Stiftung Weimarer Klassik mit dem Projekttag „Die Welt in einem Buch“ auf dem Programm. Wir besuchten die Herzogin Anna Amalia Bibliothek und erfuhren viel über deren Geschichte sowie über das Leben und die Entdeckungen des Forschers Alexander von Humboldt. Besonders spannend war es, mehr über die Herstellung von Büchern in vergangenen Jahrhunderten zu erfahren – ein faszinierender Einblick in die Welt der Literatur. Den Abend ließen wir in einem gemütlichen Burgerrestaurant namens „Franz & Willi“ ausklingen. Dort gab es nicht nur leckere Burger und viele Wespen, sondern auch viel Gelächter und gute Gespräche.
Noch am selben Abend spielten wir eine Runde Monopoly mit ein paar Klassenkameraden, bei der meine Kopfrechnenkünste als Bank zu wünschen übrigließen.
Tag 5: Die Rückreise – Das Leben in vollen Zügen genießen
Der letzte Tag unserer Reise begann unerwartet hektisch. Aufgrund von Schienenschäden wurde unser IC gestrichen, und so mussten wir eine beschwerliche Rückreise in mehreren Regionalzügen antreten. Die Fahrt dauerte bei manchen von uns bis zu 10 Stunden und stellte nicht nur unsere Geduld und Ausdauer, sondern auch unsere Nerven auf die Probe. Ein großes Dankeschön geht an unsere Tutorin Frau Reinecke, die es schaffte, trotz aller Hindernisse den Überblick zu behalten und uns sicher nach Hause zu bringen. Ebenso ein Dankeschön an unsere mobile Versorgungseinheit Herrn Ostendarp, der uns während der langen Fahrt mit Proviant versorgte.
– Danke nochmal für das Wasser. –
Fazit
Die Reise schuf viele Erinnerungen – und Fotos.
Unsere Oberstufenfahrt nach Weimar war zweifellos ein abwechslungsreiches Erlebnis. Trotz der Anstrengungen – sei es wegen der Hitze oder der langen Rückreise – hatten wohl die meisten eine spaßige Zeit. Wir haben nicht nur viel über Geschichte und Kultur gelernt, sondern vor allem auch unsere Klassenkameraden besser kennengelernt und so manche unvergesslichen Momente erlebt.
Von Fabian Sieb